Wie kann ich helfen?

“It’s often just enough to be with someone. I don’t need to touch them. Not even talk. A feeling passes between you both. You’re not alone”

Marilyn Monroe

Helfen. Was kann ich tun? Soll ich sie einfach in Ruhe lassen? Oder doch mit ihnen professionelle Hilfe aufsuchen?

Das sind wohl Fragen, auf die man Antworten sucht, wenn man bemerkt, dass sein Gegenüber sichtbar mit Sorgen zu kämpfen hat. In dieser Lektion sollen Sie erfahren, wo Sie am besten ansetzen

„Das wird schon wieder!“, „Stell dich nicht so an!“ oder „Es könnte schlimmer sein!“, das kommt vielleicht dabei heraus, wenn man versucht jemanden gut zuzureden. Aber auf der anderen Seite kommt das eher wie Zurückweisung und Unverständnis an.

Als aller Erstes ist es wichtig zuzuhören und sprechen zu lassen. Erstmal muss man Verständnis und Geduld aufbringen. Ernst nachzufragen und erstmal seine eigenen Alltagsprobleme hinten anzustellen sind wesentlich hilfreicher als nett gemeinte, aber eher gleichgültige Aufmunterungssprüche, wie vorhin genannt. Es mag vielleicht manchmal sogar schon helfen, wenn man es schafft, seinem Gegenüber klar zu machen, wo seine Grenzen sind und welche Bedürfnisse vernachlässigt sind. Dazu reicht möglicherweise schon ein tiefes Gespräch.

Sollte sich der Zustand des Betroffenen nicht bessern, gilt es sie zu ermutigen professionelle Beratung aufzusuchen. Das Angebot sie zu begleiten ist auch oft Willkommen.

Informiert zu sein ist das oberste Gebot. Desto besser man selbst Bescheid weiß umso effektiver sind Hilfestellungen für die Erkrankten. Selbst wenn Ihr Gegenüber nicht selbst um Hilfe bitten möchte, ist es immer gut sich selbst zu erkundigen und beraten zu lassen.

Genauso wie Unterstützungen vor den Behandlungen benötigt werden kann, ist es gängig, dass Ihr Gegenüber selbst nach psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlungen Ihre Hilfe erbittet. Erforderliche Weiterbehandlungsmaßnahmen, Nebenwirkungen von Medikamenten und Verschlechterungen eines Krankheitsbilds zu erkennen, darüber muss man sich ausreichend informieren, um den Erkrankten weder zu unterfordern noch zu überfordern, wenn es um Rück erlang ihrer Eigenständigkeit geht.

Kurz: Am besten sind Angehöriger und Erkrankter dran, wenn man sich genügend Wissen aneignet zu der vorliegenden Krankheit.